RISE-P – Auto-Plattformlift für den Ebenenwechsel über ein Geschoss
Wenn eine Rampe wertvolle Planungsfläche blockiert
Auf kompakten Grundstücken konkurriert die Zufahrt mit Wohn-, Grün- und Aufenthaltsflächen. Schon für einen einzigen Ebenenwechsel braucht eine Rampe Steigungslänge, Übergänge und eine dauerhaft freie Fahrspur.
RISE-P übernimmt diesen Weg senkrecht im Schacht und benötigt unter der unteren Ebene nur eine flache Grube von 550 bis 650 mm. Innerhalb der RISE-Familie ist RISE-P besonders relevant, wenn die Parkebene ein Geschoss unter dem Einfahrtsniveau liegt.
Was ist Swiss-Park RISE-P?
Swiss-Park RISE-P ist ein Auto-Plattformlift für Projekte, in denen eine unmittelbar angrenzende Parkebene erschlossen wird. Der Fahrer fährt auf die Plattform, bleibt im Fahrzeug und hält den Fahrtaster während der gesamten Fahrt gedrückt – beim Loslassen stoppt die Bewegung. Die Parklösung hebt und senkt die Plattform über einen hydraulischen Scherenhubtisch und überwacht über beidseitige Sensoren, dass das Fahrzeug richtig steht. Swiss-Park ist ein Unternehmen von Lödige Industries.
RISE-P fährt ohne Fahrkorb und ohne seitliche Führungen im Schacht. Mit einem Hub von 2700 bis 3700 mm verbindet RISE-P das Einfahrtsniveau mit einer Parkebene darunter.
Ihre Vorteile auf einen Blick
RISE-P braucht für den Ebenenwechsel nur die Grundfläche eines Stellplatzes. Plattformmaße, Hub und Schachtabschluss werden auf Gebäude und Fahrzeuge abgestimmt.
Komfort, Technik & Planung
Auto-Plattformlifte werden projektbezogen auf Fahrzeugabmessungen, Förderhöhe, Traglast, Nutzungshäufigkeit und Gebäudestruktur abgestimmt. Die folgenden Informationen geben einen ersten Überblick über Komfort, Bedienung, technische Eckdaten und verfügbare Planungshilfen – für RISE-P und für die versenkbare Ausführung RISE-R-5-P.
Komfort & Nutzerfreundlichkeit
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Parken erfolgt durch | |
| Fahrer an Bord | Ja |
| Bedienung | Fahrtaster, während der gesamten Fahrt gedrückt – Totmannprinzip |
| Fahrzeugpositionierung | Beidseitige Positionssensoren, Positionierhilfe und Durchfahrsensoren |
| Kantenüberwachung | bis zu 4 Sicherheitslichtvorhänge |
| Zugang zur Parkebene | über die Plattform, ohne Rampe |
| Bedienelemente | zwei Bedienelemente mit NOT-HALT, Verriegelung und RFID-Zugang |
| Plattformausführung | befahrbare Plattform mit Riffelblech und seitlicher Absturzsicherung |
| Im Störungsfall | Notstrombatterie, manuelle Notabsenkung und Notrufeinrichtung mit GSM |
| Geräuschentwicklung | geräuscharmes Hydraulikaggregat, Aufstellung getrennt vom Wohnbereich empfohlen |
| Empfohlene Projektgröße | bis zu 15 Fahrzeuge |
| Nutzerkreis | definierter und eingewiesener Nutzerkreis |
Die Angaben gelten für RISE-P und RISE-R-5-P gleichermaßen. Bei RISE-R-5-P überwachen zusätzlich Sensorsäulen im Abstand von 10 bis 15 cm den Baldachin.
Legende:
Fahrer
Parklösung
Parkvorgang
| Richtung | Parkschritt | Erfolgt durch | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Plattform anfordern | Der Fahrer fordert die Plattform über das Bedienelement an. | ||
| Zufahrt freigeben | Die Parklösung gibt die Zufahrt frei, sobald die Plattform das Einfahrtsniveau erreicht hat. | ||
| Fahrzeug einfahren | Der Fahrer fährt auf die Plattform und bleibt im Fahrzeug. | ||
| Fahrzeug positionieren | Der Fahrer richtet das Fahrzeug mithilfe der Positionierhilfe aus. | ||
| Fahrt auslösen | Der Fahrer hält den Fahrtaster während der gesamten Fahrt gedrückt. | ||
| Plattform absenken | Die Parklösung bewegt die Plattform zur Parkebene. | ||
| Fahrzeug ausfahren | Der Fahrer verlässt die Plattform auf der Parkebene. | ||
| Plattform anfordern | Der Fahrer fordert die Plattform auf der Parkebene an. | ||
| Fahrzeug einfahren | Der Fahrer fährt auf die Plattform und richtet das Fahrzeug aus. | ||
| Fahrt auslösen | Der Fahrer hält den Fahrtaster gedrückt, bis das Einfahrtsniveau erreicht ist. | ||
| Plattform anheben | Die Parklösung bewegt die Plattform zum Einfahrtsniveau. | ||
| Fahrzeug ausfahren | Der Fahrer verlässt die Plattform mit dem Fahrzeug. |
Wird der Fahrtaster losgelassen, stoppt die Bewegung. Bei RISE-R-5-P gehört der Baldachin zum Sicherheits- und Nutzungskonzept: Ein dort abgestelltes Fahrzeug wird vor dem Betrieb entfernt.
Legende:
Einparken
Ausparken
Fahrer
Parklösung
Technische Daten
Plattformlänge und -breite werden auf die vorgesehenen Fahrzeuge abgestimmt. Fahrzeuglänge, -breite, -höhe und Gesamtgewicht sind gemeinsam mit Zufahrt und Torabschluss zu prüfen.
| Eigenschaft | RISE-P | RISE-R-5-P |
|---|---|---|
| Technologieklasse | Auto-Plattformlift mit Fahrer an Bord | Auto-Plattformlift mit Fahrer an Bord und Baldachin |
| Funktionsprinzip | hydraulischer Scherenhubtisch im Schacht | wie RISE-P, mit Baldachin als oberem Schachtabschluss |
| Empfohlene Projektgröße | bis zu 15 Fahrzeuge | bis zu 15 Fahrzeuge |
| Hub | 2700 bis 3700 mm | 2700 bis 3700 mm |
| Geschwindigkeit | 7 bis 10 cm/s | 6 bis 8 cm/s |
| Tragfähigkeit | 2500 kg, optional 3500 kg | bis 5000 kg einschließlich Bodenbelag des Baldachins |
| Plattformlänge | 5050 bis 5950 mm | 5310 bis 6450 mm |
| Plattformbreite | 2400 bis 2900 mm | 2450 bis 2950 mm |
| Lichte Durchfahrtsbreite | 2300 bis 2800 mm | 2200 bis 2700 mm |
| Lichte Durchfahrtshöhe | projektbezogen, mindestens 2500 mm | 1800 bis 2200 mm |
| Brüstungshöhe | 1200 bis 2100 mm | 1200 bis 2100 mm |
| Grubenlänge | 5100 bis 6000 mm | 5360 bis 6500 mm |
| Grubenbreite | 2500 bis 3000 mm | 2500 bis 3000 mm |
| Grubentiefe | 550 bis 650 mm | 570 bis 620 mm |
| Auflagerkraft F1 | +35 kN | +70 kN |
| Hydraulikaggregat | 5,5 kW, ausführungsabhängig bis 7,5 kW | 5,5 kW |
| Maximale Entfernung zum Aggregat | 13 m | 13 m |
| Maximale Zufahrtssteigung | 14 Prozent | 14 Prozent |
| Maximales Zufahrtsgefälle | 4 Prozent | 4 Prozent |
| Aufstellung | Innenraum | Innen- und Außenaufstellung |
| Bedienung | Fahrtaster mit Totmannprinzip, Zugang über RFID | Fahrtaster mit Totmannprinzip, Zugang über RFID |
| Sicherheitsausstattung | NOT-HALT, Positionierhilfe, bis zu 4 Sicherheitslichtvorhänge, Notstrombatterie, manuelle Notabsenkung | zusätzlich Sensorsäulen zur Überwachung des Baldachins |
Der Baldachin von RISE-R-5-P ist die obere, mit der Anlage verbundene Abdeckung. In abgesenkter Stellung schließt er die Schachtöffnung und nimmt einen projektbezogenen Bodenbelag auf. Die Gesamtbelastung umfasst Fahrzeug und Belag; der Belag wird mit bis zu 250 kg/m² angerechnet. Abdichtung, Entwässerungsrinne und Bodenaufbau sind Teil der bauseitigen Planung.
Detaillierte Maße, Lasten und Planungsangaben finden Sie in den Produktdatenblättern.
Wo RISE-P eingesetzt werden kann
Einfamilienhäuser und private Garagen
Bei Einfamilienhäusern und privaten Garagen beansprucht eine Rampe einen erheblichen Teil des Grundstücks. RISE-P verbindet die Zufahrt mit einer Garage ein Geschoss tiefer. Plattformmaße und Zufahrt werden auf die vorgesehenen Fahrzeuge abgestimmt.
RISE-R-5-P kommt in Betracht, wenn die Fläche über der Anlage Teil der Zufahrt oder einer gestalteten Außenfläche werden soll.
Mehrfamilienhäuser
In Mehrfamilienhäusern kann RISE-P eine Tiefgarage erschließen, wenn das erwartete Verkehrsaufkommen überschaubar bleibt. Der Lift unterstützt eine flächeneffiziente Gebäudeplanung und hält Flächen für Wohnen, Freiraum oder zusätzliche Stellplätze frei.
RISE-R-5-P ist besonders relevant, wenn der Schacht unter einem Hof oder einer Zufahrtsfläche angeordnet werden soll. Die Nutzung der oberen Fläche und der Liftbetrieb müssen gemeinsam geplant werden.
Bürogebäude
Kleinere Bürogebäude benötigen häufig eine kompakte Verbindung zwischen Zufahrt und Parkebene, ohne dass eine lange Rampe in den Grundriss eingreift. RISE-P eignet sich für geregelte Nutzergruppen und planbare Fahrzeugbewegungen.
Bei außenliegenden Zufahrts- oder Hofflächen kann RISE-R-5-P mit dem Baldachin Teil dieser Flächen werden. Dabei sind Verkehrsführung, Belastung des Baldachins und Sensorbereiche früh abzustimmen.
Hotels und Gewerbeimmobilien
Bei Hotels und Gewerbeimmobilien erschließt RISE-P Parkflächen, die über eine Rampe nur mit hohem Flächenverbrauch erreichbar wären. Relevant ist die Lösung, wenn die Fahrzeugbewegungen planbar bleiben und die Fahrten durch eingewiesene Personen erfolgen, etwa durch Mitarbeitende im Valet-Betrieb.
RISE-R-5-P erweitert die Möglichkeiten, wenn die Fläche über der Anlage für Zufahrt oder Außenraum erhalten bleiben soll.
Alles aus einer Hand – von der Planung bis zur Modernisierung
Lödige begleitet Ihr Projekt über den gesamten Lebenszyklus – von der systemunabhängigen Planung und Umsetzung bis zu Service und Modernisierung.
Die passende Parklösung für Ihr Projekt
Ob mechanisches, halbautomatisches oder vollautomatisches Parksystem: Entscheidend sind die Anforderungen des Projekts. Lödige berät systemunabhängig, bewertet auch bestehende Lösungen anderer Hersteller und entwickelt auf Basis langjähriger Erfahrung und vielfältiger technischer Möglichkeiten ein passendes Parkkonzept.
Parksysteme langfristig zuverlässig betreiben
Regelmäßige Wartung, schnelle Unterstützung im Servicefall und gezielte Modernisierung sichern Verfügbarkeit, Sicherheit und Werterhalt der Anlage. Lödige betreut eigene Systeme ebenso wie Anlagen anderer Hersteller und begleitet Betreiber über den gesamten Lebenszyklus.
RISE-P passend zu Ihrem Projekt planen
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Ausführung für Ihre Einbausituation.
FAQs
Ja. Fahrer und Fahrzeug werden gemeinsam transportiert. Die Fahrt läuft nicht automatisch ab: Der Fahrtaster muss während der gesamten Bewegung gedrückt gehalten werden, beim Loslassen stoppt die Anlage. Dieses Totmannprinzip setzt einen eingewiesenen Nutzerkreis voraus. Positionierhilfe, Durchfahrsensoren und bis zu vier Sicherheitslichtvorhänge unterstützen den Vorgang.
Beide arbeiten mit derselben Scherenhubtechnik und demselben Bedienkonzept. RISE-R-5-P ergänzt einen Baldachin als oberen Schachtabschluss, der einen projektbezogenen Bodenbelag aufnimmt und in Hof- oder Zufahrtsflächen eingebunden werden kann. Damit steigt die Tragfähigkeit auf bis zu 5000 kg als Gesamtbelastung, die Plattform kann bis 6450 mm lang werden, und Abdichtung, Entwässerungsrinne sowie die Freiräume für die Sensorsäulen kommen in die Planung. Außerdem ist RISE-R-5-P für die Außenaufstellung geeignet.
Die Nennlast von RISE-R-5-P ist die Gesamtbelastung aus Fahrzeug und Bodenbelag des Baldachins, nicht das zulässige Fahrzeuggewicht. Der Belag wird mit bis zu 250 kg/m² angerechnet. Ein Beispiel: Bei 5000 kg Gesamtbelastung entfallen 3000 kg auf das Fahrzeug und 2000 kg auf den Belag. Bei RISE-P ohne Baldachin gelten 2500 kg im Standard und optional 3500 kg für das Fahrzeug.
RISE-P ist ein Scherenhubtisch im Schacht mit einer Grube von 550 bis 650 mm und erreicht einen Hub von 2700 bis 3700 mm – damit verbindet er das Einfahrtsniveau mit einer angrenzenden Ebene. RISE-C führt die Plattform an seitlichen Führungen im Schacht und erreicht 3000 bis 11500 mm, also mehrere Geschosse; die Grube ist dort 300 bis 1500 mm tief. Die Wahl richtet sich in erster Linie nach dem Höhenunterschied.
Beide Ausführungen fahren in einem Schacht, der vom Einfahrtsniveau bis zur Parkebene reicht. Unter der Parkebene kommt eine Grube hinzu, 550 bis 650 mm tief bei RISE-P und 570 bis 620 mm bei RISE-R-5-P. Boden und Wände unterhalb des Einfahrtsniveaus sind in Beton, mindestens C20/25, auszuführen, weil die Anlage darin verankert wird. Stehendes Wasser wird über Schöpfgrube oder fest installierte Pumpe abgeführt, bei RISE-R-5-P zusätzlich über eine umlaufende Entwässerungsrinne.
Das hängt vom vorhandenen Einbauraum ab. Erforderlich sind ein Schacht über den gesamten Höhenunterschied mit einer Grube von 550 bis 650 mm, ein tragfähiger Anschluss in Boden und Wänden, ein belüfteter Technikbereich in maximal 13 m Entfernung sowie eine Zufahrt, die Gefälle bis 4 Prozent und Steigung bis 14 Prozent einhält. Für Bestandsprojekte prüfen wir die Machbarkeit anhand von Grundriss und Schnitt.
Hilfreich sind Grundriss und Schnitt mit dem Höhenunterschied zwischen den Ebenen, die vorgesehenen Fahrzeuge mit Länge, Breite und Gewicht, die Zahl der Nutzer sowie Angaben zur Zufahrt und zum möglichen Standort des Technikbereichs. Da die Anlage Schacht und Grube, Tragwerk, Entwässerung und Tore berührt, lohnt die Abstimmung in der Entwurfsphase – spätere Änderungen greifen in den Rohbau ein.