MAX1 – halbautomatisches Parksystem für Fahrzeuge unterschiedlicher Höhe
Parken auf und unter dem Einfahrtsniveau
Viele Wohn- und Tiefgaragenprojekte müssen mehr Stellplätze innerhalb eines vorgegebenen Grundrisses unterbringen. Dabei sind die Fahrzeuge der künftigen Nutzer selten gleich hoch, und jedes soll trotzdem einen Stellplatz bekommen.
Im Vergleich der halbautomatischen Parksysteme ist MAX1 besonders relevant, wenn Fahrzeuge unterschiedlicher Höhe bis 245 cm untergebracht werden sollen und dafür eine Baugrube unter dem Einfahrtsniveau hergestellt werden kann. So entstehen auf der Grundfläche einer Stellplatzreihe zwei Parkebenen mit 3 bis 19 Stellplätzen.
Was ist Swiss-Park MAX1?
Swiss-Park MAX1 ist ein halbautomatisches Parksystem, das Stellplätze in einer Anlagenreihe auf zwei Parkebenen organisiert: auf dem Einfahrtsniveau und in einer Baugrube darunter. Der Fahrer parkt das Fahrzeug selbst ein, während die Parklösung die Plattformen bewegt und den angewählten Stellplatz auf Einfahrtsniveau bereitstellt. Jedes Fahrzeug bleibt unabhängig erreichbar. So lässt sich vorhandene Fläche effizienter nutzen als mit klassischen Einzelstellplätzen, ohne den Parkvorgang vollständig zu automatisieren. Die konkrete Auslegung wird auf das Projekt abgestimmt. Swiss-Park ist ein Unternehmen von Lödige Industries.
Ihre Vorteile auf einen Blick
MAX1 unterstützt eine hohe Stellplatzdichte in kompakten Tiefgaragen und organisiert die Plattformen systemseitig.
Komfort, Technik & Planung
Halbautomatische Parksysteme verbinden die aktive Nutzung durch den Fahrer mit systemseitiger Stellplatzorganisation. Die folgenden Informationen zeigen, wie Komfort, Parkvorgang, technische Eckdaten und Planungshilfen für die erste Projektbewertung eingeordnet werden können.
Komfort & Nutzerfreundlichkeit
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Parken erfolgt durch | |
| Übergabeebene | Einfahrtsniveau |
| Rampe erforderlich | projektabhängig, abhängig von Gebäudeerschließung und Einbaukonzept |
| Zugang zur Parkebene | nicht erforderlich, Ein- und Ausfahrt erfolgen auf Einfahrtsniveau |
| Unabhängiges Parken | ja |
| Nutzerkomfort | waagerecht befahrbare Plattformen, Bedienkomfort abhängig von Plattformbreite, Fahrgassenbreite und Zufahrt |
| Plattformausführung | Plattformbreite bis 270 cm, Standardausführung oder verstärkte Ausführung |
| Fahrzeugpositionierung | Positionierhilfe auf jedem Stellplatz |
| Bedienung | Bedientableau zur Anwahl des gewünschten Stellplatzes |
| Nutzergruppe | auf eine feste Nutzergruppe ausgelegt, bei wechselnden Nutzern konstruktive Anpassungen an der Anlage |
| Torbetätigung | Schiebetore serienmäßig manuell, optional mit Elektroantrieb; Rolltore mit Elektroantrieb |
| Sicherheitslogik | Plattformbewegung nur hinter verriegelten Toren, Freigabe erst nach Erreichen der Parkposition und Sicherung aller Absturzöffnungen |
| E-Mobilität | projektabhängig zu prüfen |
Legende:
Fahrer
Parklösung
Parkvorgang
| Richtung | Parkschritt | Erfolgt durch | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Stellplatzanwahl | Der Fahrer wählt seinen Stellplatz am Bedientableau aus. Alle Tore müssen dabei geschlossen sein. | ||
| Stellplatzbereitstellung | Die Parklösung verschiebt die Plattformen im Erdgeschoss und bringt den angewählten Stellplatz auf Einfahrtsniveau. | ||
| Freigabe | Das Tor lässt sich öffnen, sobald der Stellplatz seine Parkposition erreicht hat und alle Absturzöffnungen gesichert sind. | ||
| Fahrzeugeinfahrt | Der Fahrer fährt auf die Plattform und richtet das Fahrzeug an der Positionierhilfe aus. | ||
| Stellplatzorganisation | Nach dem Schließen des Tores bewegt die Parklösung die Plattform in ihre Parkposition. Das Fahrzeug steht gesichert auf seinem Stellplatz. | ||
| Fahrzeuganforderung | Der Fahrer wählt seinen Stellplatz am Bedientableau an. | ||
| Fahrzeugbereitstellung | Die Parklösung bringt den Stellplatz auf Einfahrtsniveau und gibt das Tor frei. | ||
| Fahrzeugausfahrt | Der Fahrer fährt das Fahrzeug aus dem System. | ||
| Grundstellung | Die Parklösung nimmt die Grundstellung wieder ein. Darin ist eine Plattform des Untergeschosses auf Einfahrtsniveau angehoben und deckt die Baugrube ab. |
Legende:
Einparken
Ausparken
Fahrer
Parklösung
Technische Daten
Die Werte hängen von Typ, Fahrzeughöhen und Torausführung ab. Ein Raster ist eine Stellplatzachse mit zwei übereinanderliegenden Parkebenen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Systemdaten | |
| Produkttyp | MAX1 / MAX1-R |
| Technologieklasse | halbautomatisches Parksystem |
| Parkprinzip | unabhängiges Parken, Pkw über und nebeneinander |
| Parkebenen | Erdgeschoss (Einfahrtsniveau) und Untergeschoss |
| Stellplatzanzahl | ab 3 Stellplätzen, Anlagenbreite bis 10 Raster, in der größten Anordnung bis 19 Stellplätze* |
| Bewegungslogik | Plattformen im Untergeschoss vertikal, Plattformen im Erdgeschoss horizontal |
| Bedienung | Bedientableau zur Stellplatzanwahl |
| Gebäudeanforderungen | |
| Grubentiefe | 175 bis 240 cm in Stufen von 5 cm je Typ |
| Gebäudehöhe | 220 bis 265 cm in Stufen von 5 cm, bestimmt durch die Fahrzeughöhe im Erdgeschoss |
| Anlagenlänge | 550 cm für Pkw bis 5,0 m, 570 cm für Pkw bis 5,2 m, Maßtoleranz +5/-0 cm |
| Anlagenbreite | Anzahl Raster mal Rasterbreite plus 20 cm, Rasterbreite 250 bis 290 cm je Plattformbreite |
| Fahrgassenbreite | 650 cm empfohlen, Mindestmaß nach örtlicher Garagenverordnung |
| Torlösung | Schiebetor oder Rolltor, Auswahl nach DIN EN 14010, Durchfahrtshöhe 205 bis 260 cm |
| Torbetätigung | Schiebetore serienmäßig manuell, optional mit Elektroantrieb; Rolltore mit Elektroantrieb |
| Zufahrt | maximal 3 % Gefälle, maximal 5 % Steigung |
| Elektro | Hydraulikaggregat 3,0 kW, Drehstrom 230/400 V; Hauptschalter und Schaltschrank projektbezogen zu planen |
| Schallschutz | maximal 30 dB(A) in Wohn- und Schlafräumen nach DIN 4109-1, erhöhter Schallschutz 25 dB(A) nach DIN 4109-5; erreichbar nur mit Schallschutzpaket nach Angebot und bauseits bewertetem Schalldämm-Maß von mindestens 57 beziehungsweise 62 dB |
| Fahrzeugdaten | |
| Fahrzeughöhe Erdgeschoss | 200 bis 245 cm |
| Fahrzeughöhe Untergeschoss | 150 bis 215 cm, jeweils 25 cm unter der Grubentiefe und höchstens so hoch wie im Erdgeschoss |
| Fahrzeuglänge | 500 bis 520 cm |
| Fahrzeugbreite | 190 cm bei Plattformbreite 230 cm, breitere Fahrzeuge bei breiterer Plattform |
| Plattformbreite | bis 270 cm, empfohlen 250 bis 270 cm |
| Stellplatzlast | 2000 kg mit MAX1, 2600 kg mit MAX1-R |
| Radlast | maximal 500 kg mit MAX1, maximal 650 kg mit MAX1-R |
*Der Höchstwert ergibt sich aus der maximalen Anordnung von zehn Rastern abzüglich des Leerplatzes auf Einfahrtsniveau.
Detaillierte Maße, Lasten und Planungsangaben finden Sie im Produktdatenblatt.
Tools & Downloads
Hier finden Sie die verfügbaren Unterlagen und Planungshilfen für eine erste technische Einordnung. Die genaue Auslegung erfolgt projektbezogen.
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Datenblatt - Halbautomatisches Parksystem MAX1
Status: 2022 -
DWG - Halbautomatisches Parksystem MAX1
Anwendungsmöglichkeiten
Mehrfamilienhäuser
In Mehrfamilienhäusern muss Parkraum häufig innerhalb eines vorgegebenen Tiefgaragengrundrisses organisiert werden. MAX1 kann helfen, die verfügbare Fläche effizienter zu nutzen und zusätzliche Stellplätze in ein klar strukturiertes Parkkonzept zu integrieren. Das ist besonders relevant, wenn Stellplatzanforderungen erfüllt werden müssen, ohne den Grundriss deutlich zu erweitern.
Wohnanlagen und Quartiere
In Wohnanlagen und Quartieren treffen oft viele Nutzer, unterschiedliche Fahrzeuggrößen und begrenzte Stellplatzflächen aufeinander. MAX1 unterstützt eine geordnete Stellplatzorganisation, bei der Plattformen systemseitig bewegt werden und der Fahrer weiterhin selbst einparkt. Weil auf dem Einfahrtsniveau immer ein Platz frei bleibt, lässt sich jeder Stellplatz einzeln anfahren, ohne dass Bewohner ihre Fahrzeuge untereinander abstimmen müssen.
Urbane Nachverdichtung
Bei urbaner Nachverdichtung ist Grundstücksfläche knapp und der verfügbare Raum für Parken häufig stark begrenzt. MAX1 kann helfen, Parkraum innerhalb kompakter Gebäudestrukturen besser zu organisieren. Dadurch lassen sich in einem Grundriss mehr Stellplätze anordnen, als dort als klassische Einzelstellplätze unterzubringen wären.
Mixed-Use-Projekte
Mixed-Use-Projekte verbinden Wohnen, Arbeiten, Besucherparken und teilweise gewerbliche Nutzung in einem Gebäude oder Quartier. MAX1 kann dabei helfen, unterschiedliche Stellplatzanforderungen innerhalb eines kompakten Parkbereichs zusammenzuführen. Weil in Mixed-Use-Projekten neben den Bewohnern auch Besucher parken, ist früh zu klären, für welchen Nutzerkreis die Anlage ausgelegt wird; bei wechselnden Nutzern sind konstruktive Anpassungen an der Anlage vorzusehen.
Alles aus einer Hand – von der Planung bis zur Modernisierung
Lödige begleitet Ihr Projekt über den gesamten Lebenszyklus – von der systemunabhängigen Planung und Umsetzung bis zu Service und Modernisierung.
Die passende Parklösung für Ihr Projekt
Ob mechanisches, halbautomatisches oder vollautomatisches Parksystem: Entscheidend sind die Anforderungen des Projekts. Lödige berät systemunabhängig, bewertet auch bestehende Lösungen anderer Hersteller und entwickelt auf Basis langjähriger Erfahrung und vielfältiger technischer Möglichkeiten ein passendes Parkkonzept.
Parksysteme langfristig zuverlässig betreiben
Regelmäßige Wartung, schnelle Unterstützung im Servicefall und gezielte Modernisierung sichern Verfügbarkeit, Sicherheit und Werterhalt der Anlage. Lödige betreut eigene Systeme ebenso wie Anlagen anderer Hersteller und begleitet Betreiber über den gesamten Lebenszyklus.
Welches Parksystem passt zu Ihrem Projekt?
Senden Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrem Vorhaben oder stellen Sie uns Fragen. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.
FAQs
Beim halbautomatischen Parken bleibt der Fahrer aktiv am Parkvorgang beteiligt. Das Fahrzeug wird in einen vorgesehenen Bereich gefahren und dort abgestellt. Anschließend übernimmt die Parklösung die Organisation von Plattformen oder Stellplätzen.
Ein Doppelparker verdichtet Stellplätze mechanisch auf gleicher Fläche. MAX1 organisiert Stellplätze oder Plattformen zusätzlich systemseitig. Das kann bei begrenzter Tiefgaragenfläche mehr Flächeneffizienz schaffen.
Auf dem Einfahrtsniveau sind Fahrzeughöhen von 200 bis 245 cm möglich, im Untergeschoss 150 bis 215 cm je Grubentiefe. Die Fahrzeughöhe auf dem Einfahrtsniveau ist dabei immer mindestens so groß wie die im Untergeschoss. Vorgesehen sind Fahrzeuglängen von 500 bis 520 cm und Fahrzeugbreiten bis 190 cm bei einer Plattformbreite von 230 cm; breitere Plattformen nehmen breitere Fahrzeuge auf. Je Stellplatz sind 2000 kg möglich, mit der verstärkten Ausführung MAX1-R 2600 kg.
Der Fahrer wählt seinen Stellplatz am Bedientableau aus. Die Parklösung verschiebt die Plattformen im Erdgeschoss seitlich – dafür bleibt dort immer ein Platz frei. Über diesen freien Platz wird der angewählte Stellplatz aus dem Untergeschoss auf Einfahrtsniveau gebracht. Der Fahrer parkt das Fahrzeug anschließend selbst ein; beim Ausparken läuft der Ablauf in umgekehrter Reihenfolge.
Zuerst zu klären sind die Tiefe der Baugrube, die Gebäudehöhe über dem Einfahrtsniveau und die Rasterbreite, aus der sich die Anlagenbreite ergibt. Dazu kommen Fahrgassenbreite, Zufahrtsneigung, Torlösung, Entwässerung und Schallschutz. Diese Punkte bestimmen, wie viele Stellplätze sich im vorhandenen Grundriss anordnen lassen, und gehören früh in die Tiefgaragenplanung.
Ja. In Mehrfamilienhäusern, Wohnanlagen und Quartieren sind die Stellplätze fest zugeordnet – genau darauf ist die Standardausführung ausgelegt. Für den Betrieb im Wohngebäude sitzt das Hydraulikaggregat auf schwingungsdämpfenden Platten; empfohlen wird zusätzlich, den Garagenkörper vom Wohngebäude zu trennen. Bei wechselnden Nutzern sind konstruktive Anpassungen an der Anlage vorzusehen.
Ein vollautomatisches Parksystem kann sinnvoller sein, wenn die maximale Stellplatzdichte auf minimaler Fläche erreicht werden soll oder in den Parkebenen kein Fahrverkehr entstehen soll. Bei größeren urbanen Projekten, Mobility Hubs und hochwertigen Immobilien lohnt es sich, diese Alternative früh zu prüfen.
Für eine erste Einschätzung sind Grundriss, Stellplatzbedarf, Fahrzeugabmessungen, verfügbare Höhen, Zufahrtssituation, Projektart und gewünschter Komfortanspruch wichtig. Auf dieser Basis kann geprüft werden, ob MAX1 oder eine alternative Parklösung besser passt.
Welche Alternative könnte ebenfalls passen?
Je nach Projektgröße, Grundriss, Stellplatzbedarf und Komfortanspruch kann auch eine andere Technologieklasse sinnvoll sein. Die folgenden Einstiege helfen bei der ersten Orientierung.