Geschichten, die bewegen.

Eine
Geschichte,
die 1956 begann.

Eine Ausbildung. Ein Berufsleben. Eine Geschichte, die bleibt.

Hermann Freitag begann 1956 seine Ausbildung zum Maschinenschlosser bei Lödige. Was folgte, waren fast fünf Jahrzehnte voller Technik, Verantwortung und außergewöhnlicher Projekte rund um die Welt. 70 Jahre später ist er noch einmal zu uns zurückgekehrt und hat seine Geschichte erzählt.
 

7 Fragen an Hermann           Hermanns Geschichte in 4 Kapiteln 

1956 fing alles an.

Manchmal entscheidet ein Tipp vom Nachbarn darüber, wohin die berufliche Reise geht. Bei Hermann Freitag war es genau so.

Ein Nachbar aus Neuenbeken absolvierte bereits seine Ausbildung bei Lödige und ermutigte ihn, ebenfalls dort anzufangen. Zwischen einer kaufmännischen und einer technischen Ausbildung entschied er sich schließlich ganz bewusst für die Technik.

Am 1. April 1956 begann Hermann seine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Maschinenschlosser bei Lödige.

Damals war Ausbildung noch eine andere Welt. Vieles lernten die jungen Mitarbeiter direkt in der Produktion. Hermann arbeitete an der Drehbank, lernte Schweißen und fertigte unter anderem Bremsen für Antriebe. Seinen originalen Lehrvertrag von damals besitzt er übrigens noch heute.

„Alois konnte immer Leute begeistern.“

Auch an Firmengründer Alois Lödige erinnert sich Hermann bis heute. Er beschreibt ihn als jemanden, der Menschen für seine Ideen gewinnen konnte – und damit auch dazu beitrug, dass Hermann sich für Lödige entschied.

Von der Werkbank hinaus in die Welt

Mit der bestandenen Abschlussprüfung im Oktober 1959 war Hermanns Geschichte bei Lödige längst nicht vorbei. Im Gegenteil: Sie fing gerade erst an.

Nur wenige Monate später ging es für ihn auf seine erste Montage in den Westerwald. Bald folgten die Niederlande und Österreich. Aus dem jungen Maschinenschlosser wurde ein erfahrener Monteur – und aus den ersten Reisen ein Berufsleben zwischen internationalen Baustellen und immer größeren Projekten.

Amsterdam, Singapur, Philadelphia, Kopenhagen, Stockholm: Hermann war für Lödige an vielen Orten der Welt im Einsatz. Anfang der 1980er-Jahre führte ihn ein Projekt sogar mitten in die libysche Wüste. Geschlafen wurde im Container, Telefon gab es auf der Baustelle keines. Wollte Hermann mit Lödige sprechen, musste er bis nach Tripolis fahren.

Was heute wie eine Abenteuergeschichte klingt, war damals Teil seines Arbeitsalltags.

Aus Kollegen und Kunden wurden Wegbegleiter

Ab 1982 übernahm Hermann die Montageleitung von Großprojekten. Besonders geprägt hat ihn seine Arbeit für die niederländische Fluggesellschaft KLM am Flughafen Amsterdam Schiphol. Dort war er über Jahre hinweg an großen Projekten beteiligt und leitete Baustellen mit zeitweise mehr als 100 Beteiligten.

Doch wenn Hermann heute davon erzählt, spricht er nicht zuerst über Technik oder Projektgrößen. Er spricht über Menschen.

Aus Geschäftskontakten entstanden persönliche Beziehungen, die teilweise Jahrzehnte überdauerten. Ehemalige Wegbegleiter von KLM besuchen ihn damals auch privat zum gemeinsamen Essen. 

1994 wechselte Hermann schließlich von der Baustelle in den Innendienst und in die Projektabwicklung für Luftfrachtsysteme. 2002 ging er offiziell in den Ruhestand – blieb Lödige aber noch bis 2005 in beratender Funktion erhalten.

Fast fünf Jahrzehnte – und bis heute verbunden

Wer Hermann zuhört, merkt schnell, dass hinter dieser langen Betriebszugehörigkeit mehr steckt als eine Zahl.

Seine Haltung zu seiner Arbeit beschreibt er selbst wohl am besten „Ich habe die Firma immer gesehen, als ob das mein Eigentum ist. So habe ich die Firma weltweit vertreten.“

70 Jahre nach seinem Ausbildungsstart ist diese Verbindung noch immer zu spüren. Für unser Jubiläum 75 Jahre Ausbildung bei Lödige Industries haben wir Hermann deshalb noch einmal eingeladen – dieses Mal nicht für ein Projekt, sondern um seine Geschichte zu erzählen.

7 Fragen an Hermann

„Ein Nachbar hatte schon zwei oder drei Jahre früher seine Lehre dort begonnen und sagte zu mir: Komm doch auch nach Lödige.“ Dazu kam der persönliche Kontakt zu Alois Lödige, den Hermann als begeisterungsfähigen Menschen in Erinnerung hat. So fiel schließlich die Entscheidung für eine technische Ausbildung.

Die Ausbildung war sehr praktisch. Hermann lernte unter anderem Schweißen und arbeitete mehrere Wochen an der Drehbank. Eine seiner Hauptaufgaben war der Bau von Bremsen für Antriebe. Anders als heute gab es zunächst keine klassische Lehrwerkstatt – die Auszubildenden arbeiteten früh direkt in der Produktion mit.

Sehr schnell. Hermann schloss seine Ausbildung im Oktober 1959 ab. Bereits im Dezember war er im Westerwald und baute gemeinsam mit einem Kollegen zwei Aufzüge auf. Später folgten Projekte in zahlreichen Ländern.

Vor allem seine Zeit bei KLM in Amsterdam. Hermann war über Jahre an Projekten für die Fluggesellschaft beteiligt. Besonders wichtig waren ihm dabei die Menschen: Zu einigen der damaligen Ansprechpartner entstanden Freundschaften, die bis heute bestehen.

Ganz weit oben auf der Liste dürfte Libyen stehen. Anfang der 1980er-Jahre arbeitete Hermann an einem Projekt mitten in der Wüste. Untergebracht waren die Kollegen in Containern. Für warmes Wasser kauften sie sich zunächst einen Kochtopf – und um mit Lödige zu telefonieren, musste Hermann mit dem Taxi nach Tripolis fahren.

Enorm. Hermann erinnert sich beispielsweise noch an eine Zeit, in der Teile der Verwaltung in einer Baracke am Frankfurter Weg untergebracht waren. Heute steht er auf dem modernen Lödige Industries Campus – eine Arbeitswelt, die sich für ihn mit den Anfängen kaum noch vergleichen lässt.

Für Hermann war die Antwort im Interview eindeutig: Er wollte das Unternehmen überall so vertreten, als wäre es sein eigenes. Diese Haltung hat ihn durch sein gesamtes Berufsleben begleitet – und die Verbundenheit ist auch viele Jahre nach seinem offiziellen Ruhestand geblieben.

„Ein ganz besonderes Projekt für mich war KLM. Mit den Menschen dort hatte ich ein sehr gutes Verhältnis. Wenn sie zu Projektbesprechungen bei uns waren, sind wir abends oft noch gemeinsam essen gegangen. Über die Jahre sind daraus persönliche Verbindungen entstanden – einige sind mir wirklich ans Herz gewachsen.“

Hermann Freitag | Ehemaliger Auszubildener und langjähriger Mitarbeiter 

Starte deine persönliche Geschichte - Ausbildung bei Lödige Industries

Was 1956 mit Hermanns Ausbildung zum Maschinenschlosser begann, führte ihn zu Projekten rund um die Welt. Heute haben sich Ausbildungsberufe, Technologien und Arbeitsweisen verändert – die Möglichkeiten, mit einer Ausbildung bei Lödige den eigenen Weg zu starten, sind geblieben.

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Für einen ersten Kontakt und deine Fragen steht dir Andreas Vieth gerne zur Verfügung. 

E-Mail: personalwesen@lodige.com
Ansprechpartnerin: Andreas Vieth
Tel. 05251/2980-726

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