MAX2 – halbautomatisches Parksystem für Projekte ohne Baugrube
Parken auf und über dem Einfahrtsniveau
Viele Wohn- und Tiefgaragenprojekte müssen mehr Stellplätze innerhalb eines begrenzten Grundrisses schaffen. Nach unten ist dabei häufig kein Spielraum, weil ein Aushub unterhalb des Einfahrtsniveaus baulich oder wirtschaftlich ausscheidet.
Im Vergleich der halbautomatischen Parksysteme ist MAX2 besonders relevant, wenn unterhalb des Einfahrtsniveaus nicht gebaut werden kann oder soll. Beide Parkebenen liegen auf und über der Einfahrt, eine Baugrube ist nicht erforderlich. So entstehen auf der Grundfläche einer Stellplatzreihe zwei Parkebenen mit 3 bis 19 Stellplätzen.
Was ist Swiss-Park MAX2?
Swiss-Park MAX2 ist ein halbautomatisches Parksystem, das Stellplätze in einer Anlagenreihe auf zwei Parkebenen organisiert: auf dem Einfahrtsniveau und in einem Obergeschoss darüber. Eine Parkebene unterhalb der Einfahrt entsteht nicht. Der Fahrer parkt das Fahrzeug selbst ein, während die Parklösung die waagerecht befahrbaren Plattformen bewegt und den angewählten Stellplatz auf Einfahrtsniveau bereitstellt. Jedes Fahrzeug bleibt unabhängig erreichbar. So lässt sich vorhandene Fläche effizienter nutzen als mit klassischen Einzelstellplätzen, ohne den Parkvorgang vollständig zu automatisieren. Swiss-Park ist ein Unternehmen von Lödige Industries.
Ihre Vorteile auf einen Blick
MAX2 organisiert Stellplätze auf zwei Parkebenen, ohne dass unterhalb der Einfahrt eine Parkebene entsteht.
Komfort, Technik & Planung
Halbautomatische Parksysteme verbinden die aktive Nutzung durch den Fahrer mit systemseitiger Stellplatzorganisation. Die folgenden Informationen zeigen, wie Komfort, Parkvorgang, technische Eckdaten und Planungshilfen für die erste Projektbewertung eingeordnet werden können.
Komfort & Nutzerfreundlichkeit
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Parken erfolgt durch | |
| Übergabeebene | Einfahrtsniveau, genaue Ausführung produkt- und projektabhängig |
| Rampe erforderlich | projektabhängig, abhängig von Gebäudeerschließung und Einbaukonzept |
| Zugang zur Parkebene | produkt- und projektabhängig |
| Unabhängiges Parken | ja |
| Nutzerkomfort | waagerecht befahrbare Parkebenen, Bedienkomfort abhängig von Plattformbreite, Zufahrt und Fahrgassenbreite |
| Plattformausführung | Plattformbreite bis 270 cm, Standard oder verstärkte Ausführung |
| Bedienung | Bedientableau zur Anwahl des gewünschten Stellplatzes |
| Torlösung | abhängig von Ausführung und Torkonzept, nach DIN EN 14010 zu prüfen |
| Stellplatzorganisation | systemseitige Bewegung der Plattformen |
| E-Mobilität | projektabhängig zu prüfen |
Legende:
Fahrer
Parklösung
Parkvorgang
| Richtung | Parkschritt | Erfolgt durch | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Stellplatzanwahl | Der Fahrer wählt seinen Stellplatz am Bedientableau aus. Vorhandene Tore müssen dabei geschlossen sein. | ||
| Stellplatzbereitstellung | Die Parklösung verschiebt die Plattformen im Erdgeschoss und bringt den angewählten Stellplatz auf Einfahrtsniveau; Stellplätze des Obergeschosses werden dazu abgesenkt. | ||
| Freigabe | Die Parklösung gibt die Einfahrt frei, sobald der Stellplatz seine Parkposition erreicht hat. | ||
| Fahrzeugeinfahrt | Der Fahrer fährt auf die Plattform und richtet das Fahrzeug an der Positionierhilfe aus. | ||
| Stellplatzorganisation | Die Parklösung bewegt die Plattform in ihre Parkposition. Das Fahrzeug steht gesichert auf seinem Stellplatz. | ||
| Fahrzeuganforderung | Der Fahrer fordert seinen Stellplatz am Bedientableau an. | ||
| Fahrzeugbereitstellung | Die Parklösung bringt den Stellplatz auf Einfahrtsniveau und gibt die Ausfahrt frei. | ||
| Fahrzeugausfahrt | Der Fahrer fährt das Fahrzeug aus dem System. |
Legende:
Einparken
Ausparken
Fahrer
Parklösung
Technische Daten
Die Werte hängen von Typ, Fahrzeughöhen und Torausführung ab. Eine Anlageneinheit ist eine Stellplatzachse mit zwei übereinanderliegenden Parkebenen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Systemdaten | |
| Produkttyp | MAX2 / MAX2-R |
| Technologieklasse | halbautomatisches Parksystem |
| Parkprinzip | unabhängiges Parken, Pkw über und nebeneinander |
| Parkebenen | Einfahrtsniveau und Obergeschoss |
| Stellplatzanzahl | ab 3 Stellplätzen, Anlagenbreite bis 10 Anlageneinheiten, in der größten Anordnung bis 19 Stellplätze* |
| Bedienung | Bedientableau zur Stellplatzanwahl |
| Gebäudeanforderungen | |
| Grube | keine Parkebene unterhalb der Einfahrt |
| Durchgangshöhe | 160, 175, 180, 185, 210 oder 215 cm je Anlagentyp |
| Gebäudehöhe | 330 bis 440 cm je Anlagentyp und Fahrzeughöhen |
| Anlagenlänge | 540 cm für Pkw bis 5,0 m, 560 cm für Pkw bis 5,2 m, Maßtoleranz +5/-0 cm |
| Anlagenbreite | Anzahl Anlageneinheiten mal Rasterbreite plus 20 cm, Rasterbreite 250 bis 290 cm je Plattformbreite |
| Fahrgassenbreite | 650 cm empfohlen, Mindestmaß nach örtlicher Garagenverordnung |
| Torlösung | Schiebetor oder Rolltor, Auswahl nach DIN EN 14010, Durchfahrtshöhe 210 bis 230 cm |
| Torbetätigung | Schiebetore serienmäßig manuell, optional mit Elektroantrieb; Rolltore mit Elektroantrieb |
| Zufahrt | maximal 3 % Gefälle, maximal 5 % Steigung |
| Schienenanlage | Anforderungen an Ebenheit und Schieneneinbau, projektbezogen abzustimmen |
| Elektro | Hydraulikaggregat 3,0 kW, Drehstrom 230/400 V; Hauptschalter und Schaltschrank projektbezogen zu planen |
| Schallschutz | maximal 30 dB(A) in Wohn- und Schlafräumen nach DIN 4109-1, erhöhter Schallschutz 25 dB(A) nach DIN 4109-5; erreichbar nur mit Schallschutzpaket nach Angebot und bauseits bewertetem Schalldämm-Maß von mindestens 57 beziehungsweise 62 dB |
| Fahrzeugdaten | |
| Fahrzeughöhe Einfahrtsniveau | 150, 165, 170, 175, 200 oder 205 cm je Anlagentyp |
| Fahrzeughöhe Obergeschoss | 150 bis 205 cm in Stufen von 5 cm, höchstens so hoch wie auf dem Einfahrtsniveau |
| Fahrzeuglänge | 500 bis 520 cm |
| Fahrzeugbreite | 190 cm bei Plattformbreite 230 cm, breitere Fahrzeuge bei breiterer Plattform |
| Plattformbreite | nutzbare Breite im Obergeschoss 230 bis 270 cm, auf dem Einfahrtsniveau 220 bis 260 cm je Rasterbreite; empfohlen 250 bis 270 cm |
| Stellplatzlast | 2000 kg mit MAX2, 2600 kg mit MAX2-R |
| Radlast | maximal 500 kg mit MAX2, maximal 650 kg mit MAX2-R |
*Der Höchstwert ergibt sich aus der maximalen Anordnung von zehn Anlageneinheiten abzüglich des Leerplatzes auf dem Einfahrtsniveau.
Detaillierte Maße, Lasten und Planungsangaben finden Sie im Produktdatenblatt.
Anwendungsmöglichkeiten
Mehrfamilienhäuser
In Mehrfamilienhäusern muss Parkraum häufig innerhalb eines festgelegten Tiefgaragengrundrisses organisiert werden. MAX2 kann zusätzliche Stellplätze schaffen, wenn mehr Stellplätze untergebracht werden sollen, als sich mit klassischen Einzelstellplätzen auf derselben Fläche anordnen lassen. Besonders relevant ist die Lösung, wenn unabhängiges Parken und eine klare Stellplatzorganisation kombiniert werden sollen.
Wohnanlagen und Quartiere
In Wohnanlagen und Quartieren treffen viele Nutzer, unterschiedliche Fahrzeuggrößen und begrenzte Stellplatzflächen aufeinander. MAX2 unterstützt eine geordnete Stellplatzorganisation über zwei Parkebenen und eignet sich für Projekte mit mittlerem bis höherem Stellplatzbedarf. Die genaue Auslegung wird anhand von Anlageneinheiten, Gebäudehöhe, Fahrzeughöhen und Zufahrt geprüft.
Mixed-Use-Projekte
Mixed-Use-Projekte stellen unterschiedliche Anforderungen an Nutzergruppen, Zufahrt, Stellplatzanzahl und Betrieb. MAX2 kann eine sinnvolle Lösung sein, wenn Stellplätze flächeneffizient organisiert werden sollen, ohne den Parkvorgang vollständig zu automatisieren. Bei wechselnden Nutzern sind konstruktive Anpassungen an der Anlage vorzusehen.
Urbane Nachverdichtung
Bei urbaner Nachverdichtung ist Fläche oft knapp, während Stellplatznachweise, Fahrzeuggrößen und Nutzerkomfort weiterhin erfüllt werden müssen. MAX2 kann helfen, vorhandene Tiefgaragenflächen effizienter zu nutzen und Stellplätze stärker zu organisieren. Entscheidend sind eine frühe Prüfung von Gebäudehöhe, Durchgangshöhe, Fahrgasse, Plattformbreite und Schienenanlage.
Alles aus einer Hand – von der Planung bis zur Modernisierung
Lödige begleitet Ihr Projekt über den gesamten Lebenszyklus – von der systemunabhängigen Planung und Umsetzung bis zu Service und Modernisierung.
Die passende Parklösung für Ihr Projekt
Ob mechanisches, halbautomatisches oder vollautomatisches Parksystem: Entscheidend sind die Anforderungen des Projekts. Lödige berät systemunabhängig, bewertet auch bestehende Lösungen anderer Hersteller und entwickelt auf Basis langjähriger Erfahrung und vielfältiger technischer Möglichkeiten ein passendes Parkkonzept.
Parksysteme langfristig zuverlässig betreiben
Regelmäßige Wartung, schnelle Unterstützung im Servicefall und gezielte Modernisierung sichern Verfügbarkeit, Sicherheit und Werterhalt der Anlage. Lödige betreut eigene Systeme ebenso wie Anlagen anderer Hersteller und begleitet Betreiber über den gesamten Lebenszyklus.
Welches Parksystem passt zu Ihrem Projekt?
Senden Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrem Vorhaben oder stellen Sie uns Fragen. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.
FAQs
Bei MAX2 parkt der Fahrer das Fahrzeug selbst ein, während die Parklösung die Stellplatzorganisation systemseitig unterstützt. Die Plattformen werden so positioniert, dass der gewählte Stellplatz bereitgestellt werden kann. Der Parkvorgang bleibt nutzergeführt, wird aber durch die Parklösung organisiert.
Ein Doppelparker verdichtet Stellplätze mechanisch auf gleicher Fläche. MAX2 organisiert Stellplätze zusätzlich systemseitig über- und nebeneinander und eignet sich dadurch für Projekte mit höherem Stellplatzbedarf und höherer Flächeneffizienz. Die Entscheidung hängt von Grundriss, Stellplatzanzahl, Komfortanspruch und baulichen Rahmenbedingungen ab.
MAX1, MAX2 und MAX2M gehören zur Familie der halbautomatischen MAX-Systeme. MAX2 eignet sich besonders für Projekte, bei denen die zusätzliche Parkebene oberhalb des Einfahrtsniveaus liegen soll und die Anlage über mehrere Anlageneinheiten skaliert werden kann. MAX1 ist dann relevant, wenn Fahrzeuge unterschiedlicher Höhe untergebracht werden sollen und eine Baugrube hergestellt werden kann; MAX2M ordnet die Stellplätze in zwei bis vier Anlagenreihen und ist auf hohen Stellplatzbedarf ausgelegt.
MAX2 ist ab zwei nebeneinanderliegenden Anlageneinheiten für drei Fahrzeuge planbar und lässt sich auf bis zu zehn Anlageneinheiten erweitern. Damit eignet sich das System für Projekte mit mittlerem bis höherem Stellplatzbedarf. Die konkrete Eignung hängt von Grundriss, Gebäudehöhe, Durchgangshöhe, Fahrzeugabmessungen und gewünschtem Komfort ab.
MAX2 ist in sechs Anlagentypen verfügbar. Auf dem Einfahrtsniveau sind je nach Typ 150, 165, 170, 175, 200 oder 205 cm möglich, im Obergeschoss 150 bis 205 cm in Stufen von 5 cm. Die zulässige Fahrzeughöhe auf dem Einfahrtsniveau ist dabei immer gleich groß oder größer als die im Obergeschoss. Welcher Typ passt, ergibt sich aus Durchgangshöhe und Gebäudehöhe.
MAX2 ist für Fahrzeuglängen von 500 cm bis 520 cm ausgelegt. Für Fahrzeuge bis 5,0 m Länge ist eine Anlagenlänge von 540 cm vorzusehen, für Fahrzeuge bis 5,2 m Länge 560 cm. Die genaue Auslegung erfolgt projektbezogen.
Wichtig sind Gebäudehöhe, Durchgangshöhe, Plattformbreite, Fahrgassenbreite, Zufahrt, Schienenanlage, Ebenheit des Bodens, Elektroanschluss, Schaltschrankposition und Schallschutz. Auch lokale Vorschriften, Torkonzept, Lüftung, Beleuchtung und Brandschutz müssen früh berücksichtigt werden.
Ein vollautomatisches Parksystem kann sinnvoller sein, wenn maximale Stellplatzdichte, kein Fahrverkehr in Parkebenen oder ein besonders hochwertiges Nutzererlebnis im Vordergrund stehen. MAX2 ist dagegen eine wirtschaftliche halbautomatische Lösung, wenn der Fahrer weiterhin selbst einparkt und die Stellplatzorganisation systemseitig unterstützt werden soll.
Welche Alternative könnte ebenfalls passen?
Je nach Projektgröße, Grundriss, Stellplatzbedarf und Komfortanspruch kann auch eine andere Technologieklasse sinnvoll sein. Die folgenden Einstiege helfen bei der ersten Orientierung.