MAX2M – halbautomatisches Parksystem für mehrreihige Anlagen mit hohem Stellplatzbedarf
Parken in zwei bis vier Anlagenreihen
Viele Wohnanlagen, Quartiere und Mixed-Use-Projekte müssen eine hohe Stellplatzanzahl innerhalb eines begrenzten Grundstücks unterbringen. Eine einzelne Anlagenreihe stößt dabei an ihre Grenzen, obwohl in der Tiefe des Grundstücks noch Fläche verfügbar ist.
Im Vergleich der halbautomatischen Parksysteme ist MAX2M besonders relevant, wenn ein hoher Stellplatzbedarf auf einem begrenzten Grundstück gedeckt werden soll und dafür mehrere Anlagenreihen hintereinander angeordnet werden können. So entstehen auf zwei Parkebenen 6 bis 38 Stellplätze, je nach Anzahl der Anlagenreihen, ohne dass unterhalb des Einfahrtsniveaus gebaut wird.
Was ist Swiss-Park MAX2M?
Swiss-Park MAX2M ist ein halbautomatisches Parksystem, das Stellplätze auf zwei Parkebenen organisiert: auf dem Einfahrtsniveau und in einem Obergeschoss darüber. Es erschließt zwei bis vier Anlagenreihen hintereinander, eine Parkebene unterhalb der Einfahrt entsteht nicht. Der Fahrer parkt das Fahrzeug selbst ein, während die Parklösung die Plattformen bewegt und den angewählten Stellplatz auf Einfahrtsniveau bereitstellt. Jedes Fahrzeug bleibt unabhängig erreichbar. MAX2M wird gemeinsam mit MAX1, MAX2 oder MAX3 geplant. Swiss-Park ist ein Unternehmen von Lödige Industries.
Ihre Vorteile auf einen Blick
MAX2M organisiert Stellplätze auf zwei Parkebenen in mehreren Anlagenreihen hintereinander und deckt damit einen hohen Stellplatzbedarf.
Komfort, Technik & Planung
Halbautomatische Parksysteme verbinden die aktive Nutzung durch den Fahrer mit systemseitiger Stellplatzorganisation. Die folgenden Informationen zeigen, wie Komfort, Parkvorgang, technische Eckdaten und Planungshilfen für die erste Projektbewertung eingeordnet werden können.
Komfort & Nutzerfreundlichkeit
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Parken erfolgt durch | |
| Übergabeebene | Einfahrtsniveau |
| Rampe erforderlich | projektabhängig, abhängig von Gebäudeerschließung und Einbaukonzept |
| Zugang zur Parkebene | nicht erforderlich, Ein- und Ausfahrt erfolgen auf Einfahrtsniveau |
| Unabhängiges Parken | ja |
| Nutzerkomfort | waagerecht befahrbare Plattformen, Bedienkomfort abhängig von Plattformbreite, Fahrgassenbreite und Zufahrt |
| Plattformausführung | Plattformbreite bis 270 cm, Standardausführung oder verstärkte Ausführung |
| Fahrzeugpositionierung | Positionierhilfe auf jedem Stellplatz |
| Bedienung | Bedientableau zur Anwahl des gewünschten Stellplatzes |
| Nutzergruppe | auf eine feste Nutzergruppe ausgelegt, bei wechselnden Nutzern konstruktive Anpassungen an der Anlage |
| Torlösung | Schiebetore oder Rolltore, Auswahl nach DIN EN 14010 |
| Sicherheitslogik | Plattformbewegung nur hinter verriegelten Toren, Freigabe erst nach Erreichen der Parkposition |
| E-Mobilität | projektabhängig zu prüfen |
Legende:
Fahrer
Parklösung
Parkvorgang
| Richtung | Parkschritt | Erfolgt durch | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Stellplatzanwahl | Der Fahrer wählt seinen Stellplatz am Bedientableau aus. Vorhandene Tore müssen dabei geschlossen sein. | ||
| Stellplatzbereitstellung | Die Parklösung verschiebt die Plattformen im Erdgeschoss und bringt den angewählten Stellplatz auf Einfahrtsniveau; Stellplätze des Obergeschosses werden dazu abgesenkt. | ||
| Freigabe | Die Parklösung gibt die Einfahrt frei, sobald der Stellplatz seine Parkposition erreicht hat. | ||
| Fahrzeugeinfahrt | Der Fahrer fährt auf die Plattform und richtet das Fahrzeug an der Positionierhilfe aus. | ||
| Stellplatzorganisation | Die Parklösung bewegt die Plattform in ihre Parkposition. Das Fahrzeug steht gesichert auf seinem Stellplatz. | ||
| Fahrzeuganforderung | Der Fahrer fordert seinen Stellplatz am Bedientableau an. | ||
| Fahrzeugbereitstellung | Die Parklösung bringt den Stellplatz auf Einfahrtsniveau und gibt die Ausfahrt frei. | ||
| Fahrzeugausfahrt | Der Fahrer fährt das Fahrzeug aus dem System. |
Legende:
Einparken
Ausparken
Fahrer
Parklösung
Technische Daten
Die Werte hängen von Typ, Fahrzeughöhen und Torausführung ab. Ein Raster ist eine Stellplatzachse mit zwei übereinanderliegenden Parkebenen, eine Anlagenreihe eine hintereinander angeordnete Reihe solcher Achsen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Systemdaten | |
| Produkttyp | MAX2M / MAX2M-R |
| Technologieklasse | halbautomatisches Parksystem |
| Parkprinzip | unabhängiges Parken, Pkw über und nebeneinander |
| Parkebenen | Einfahrtsniveau und Obergeschoss, keine Parkebene unterhalb der Einfahrt |
| Stellplatzanzahl | 6 Stellplätze in der kleinsten Anordnung, bis 38 Stellplätze in der größten |
| Anlagenreihen und Anlagenbreite | 2 Anlagenreihen bis 10 Raster und 38 Stellplätze, 3 Anlagenreihen bis 6 Raster und 33 Stellplätze, 4 Anlagenreihen bis 4 Raster und 28 Stellplätze |
| Kombination | gemeinsame Planung mit MAX1, MAX2 oder MAX3 |
| Bewegungslogik | Plattformen im Obergeschoss vertikal, Plattformen auf dem Einfahrtsniveau horizontal |
| Bedienung | Bedientableau zur Stellplatzanwahl |
| Gebäudeanforderungen | |
| Durchgangshöhe | 160, 175, 180, 185, 210 oder 215 cm je Typ |
| Gebäudehöhe | 330 bis 440 cm je Typ und Fahrzeughöhen |
| Anlagenlänge | 560 cm für Pkw bis 5,0 m, 580 cm für Pkw bis 5,2 m, Maßtoleranz +5/-0 cm |
| Anlagenbreite | Anzahl Raster mal Rasterbreite plus 20 cm, Rasterbreite 250 bis 290 cm je Plattformbreite |
| Fahrgassenbreite | 650 cm empfohlen, Mindestmaß nach örtlicher Garagenverordnung |
| Torlösung | Schiebetor oder Rolltor, Auswahl nach DIN EN 14010, Durchfahrtshöhe 210 bis 230 cm |
| Torbetätigung | Schiebetore serienmäßig manuell, optional mit Elektroantrieb; Rolltore mit Elektroantrieb |
| Schienenanlage | Anforderungen an Ebenheit und Schieneneinbau, projektbezogen abzustimmen |
| Zufahrt | maximal 3 % Gefälle, maximal 5 % Steigung |
| Elektro | Hydraulikaggregat 3,0 kW, Drehstrom 230/400 V; Hauptschalter und Schaltschrank projektbezogen zu planen |
| Schallschutz | maximal 30 dB(A) in Wohn- und Schlafräumen nach DIN 4109-1, erhöhter Schallschutz 25 dB(A) nach DIN 4109-5; erreichbar nur mit Schallschutzpaket nach Angebot und bauseits bewertetem Schalldämm-Maß von mindestens 57 beziehungsweise 62 dB |
| Fahrzeugdaten | |
| Fahrzeughöhe Einfahrtsniveau | 150, 165, 170, 175, 200 oder 205 cm je Typ |
| Fahrzeughöhe Obergeschoss | 150 bis 205 cm in Stufen von 5 cm, höchstens so hoch wie auf dem Einfahrtsniveau |
| Fahrzeuglänge | 500 bis 520 cm |
| Fahrzeugbreite | 190 cm bei Plattformbreite 230 cm, breitere Fahrzeuge bei breiterer Plattform |
| Plattformbreite | nutzbare Breite im Obergeschoss 230 bis 270 cm, auf dem Einfahrtsniveau 220 bis 260 cm je Rasterbreite; empfohlen 250 bis 270 cm |
| Stellplatzlast | 2000 kg mit MAX2M, 2600 kg mit MAX2M-R |
| Radlast | maximal 500 kg mit MAX2M, maximal 650 kg mit MAX2M-R |
Detaillierte Maße, Lasten und Planungsangaben finden Sie im Produktdatenblatt.
Anwendungsmöglichkeiten
Mehrfamilienhäuser
In größeren Mehrfamilienhäusern wird der Stellplatznachweis häufig zum begrenzenden Faktor der Planung. MAX2M organisiert Pkw über und nebeneinander über mehrere Anlagenreihen und nutzt die verfügbare Tiefgaragenfläche dadurch intensiver. Die Auslegung hängt von Anzahl der Anlagenreihen, Gebäudehöhe, Durchgangshöhe, Fahrzeughöhen und Fahrgassenbreite ab.
Wohnanlagen und Quartiere
In Wohnanlagen und Quartieren muss eine größere Anzahl an Stellplätzen innerhalb eines begrenzten Grundstücks organisiert werden. MAX2M eignet sich für Projekte, bei denen mehrere Stellplatzgruppen strukturiert und flächeneffizient geplant werden. Innerhalb der MAX-Familie wird MAX2M dabei gemeinsam mit MAX1, MAX2 oder MAX3 geplant.
Urbane Nachverdichtung
Bei urbaner Nachverdichtung treffen begrenzte Grundstücksflächen, hohe Stellplatzanforderungen und bauliche Zwänge zusammen. MAX2M kann helfen, größere Stellplatzgruppen innerhalb einer Tiefgarage zu organisieren. Früh zu klären sind Gebäudehöhe, Durchgangshöhe, Schienenanlage, Fahrgassenbreite und die bauseitigen Leistungen.
Mixed-Use-Projekte
In Mixed-Use-Projekten treffen Wohnen, Büro und Gewerbe mit unterschiedlichen Fahrzeuggrößen und Nutzungszeiten aufeinander. MAX2M organisiert größere Stellplatzgruppen systemseitig und schafft dadurch zusätzlichen Parkraum in einem gemeinsam genutzten Grundriss. Für den Wohnanteil mit fest zugeordneten Stellplätzen ist das System direkt geeignet; für Bereiche mit wechselnden Nutzern sind konstruktive Anpassungen an der Anlage vorzusehen.
Alles aus einer Hand – von der Planung bis zur Modernisierung
Lödige begleitet Ihr Projekt über den gesamten Lebenszyklus – von der systemunabhängigen Planung und Umsetzung bis zu Service und Modernisierung.
Die passende Parklösung für Ihr Projekt
Ob mechanisches, halbautomatisches oder vollautomatisches Parksystem: Entscheidend sind die Anforderungen des Projekts. Lödige berät systemunabhängig, bewertet auch bestehende Lösungen anderer Hersteller und entwickelt auf Basis langjähriger Erfahrung und vielfältiger technischer Möglichkeiten ein passendes Parkkonzept.
Parksysteme langfristig zuverlässig betreiben
Regelmäßige Wartung, schnelle Unterstützung im Servicefall und gezielte Modernisierung sichern Verfügbarkeit, Sicherheit und Werterhalt der Anlage. Lödige betreut eigene Systeme ebenso wie Anlagen anderer Hersteller und begleitet Betreiber über den gesamten Lebenszyklus.
Welches Parksystem passt zu Ihrem Projekt?
Senden Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrem Vorhaben oder stellen Sie uns Fragen. Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.
FAQs
Bei MAX2M parkt der Fahrer sein Fahrzeug selbst auf Einfahrtsniveau ein und aus. Die Stellplatzorganisation übernimmt die Parklösung: Sie verschiebt die Plattformen im Erdgeschoss und senkt die Plattformen des Obergeschosses ab, bis der angewählte Stellplatz auf Einfahrtsniveau steht. Der Parkvorgang bleibt nutzergeführt, die Stellplatzorganisation läuft systemseitig.
Alle vier gehören zur Familie der halbautomatischen MAX-Systeme und unterscheiden sich in der Anordnung der Parkebenen. MAX1 nutzt das Einfahrtsniveau und eine Ebene darunter, MAX2 das Einfahrtsniveau und eine Ebene darüber ohne Grube, MAX3 alle drei Ebenen für die höchste Stellplatzdichte. MAX2M arbeitet auf dem Einfahrtsniveau und einer Ebene darüber und erschließt zusätzlich mehrere Anlagenreihen hintereinander – es wird gemeinsam mit einem der drei anderen Systeme geplant.
In der Standardausführung ist MAX2M auf eine feste Nutzergruppe mit zugeordneten Stellplätzen ausgelegt, wie sie in Wohngebäuden üblich ist. Bei wechselnden Nutzern, etwa beim Kurzzeitparken in Bürogebäuden oder Hotels, sind konstruktive Anpassungen an der Anlage vorzusehen. Das sollte früh in der Planung geklärt werden, weil es Bedienkonzept und Ausführung betrifft.
MAX2M ist ab 2 Rastern planbar; ein Raster ist eine Stellplatzachse mit zwei übereinanderliegenden Parkebenen. Wie breit die Anlage werden kann, hängt von der Anzahl der Anlagenreihen ab: bei zwei Reihen bis zu zehn Raster und 38 Stellplätze, bei drei Reihen bis zu sechs Raster und 33 Stellplätze, bei vier Reihen bis zu vier Raster und 28 Stellplätze. Die konkrete Eignung richtet sich nach Grundriss, Gebäudehöhe, Fahrzeugabmessungen, Fahrgassenbreite und Zufahrt.
Die zulässigen Fahrzeughöhen ergeben sich aus dem Typ: auf dem Einfahrtsniveau 150, 165, 170, 175, 200 oder 205 cm, im Obergeschoss 150 bis 205 cm in Stufen von 5 cm. Welche Höhe im Projekt umsetzbar ist, hängt von Durchgangshöhe, Gebäudehöhe und Konfiguration ab. Zusätzlich gilt, dass die zulässige Fahrzeughöhe auf dem Einfahrtsniveau mindestens der Fahrzeughöhe im Obergeschoss entsprechen muss.
MAX2M nimmt Pkw mit Längen von 500 bis 520 cm auf. Die Anlagenlänge beträgt 560 cm für Pkw bis 5,0 m und 580 cm für Pkw bis 5,2 m. Die nutzbare Plattformbreite reicht im Obergeschoss bis 270 cm und auf dem Einfahrtsniveau bis 260 cm; empfohlen sind 250 bis 270 cm, bei einer Plattformbreite von 230 cm beträgt die zulässige Fahrzeugbreite 190 cm. Für komfortables Ein- und Aussteigen wird zusätzlich eine Fahrgassenbreite von 650 cm empfohlen.
Wichtig sind Gebäudehöhe, Durchgangshöhe, Fahrzeughöhen, Plattformbreite, Fahrgassenbreite, Zufahrtsneigung, Schienenanlage und Ebenheit des Bodens, Torkonzept, Elektroanschluss, Position des Schaltschranks, Hydraulikaggregat und Schallschutz. Bodenplatte und Wände sind in Beton mit einer Güte von mindestens C20/25 auszuführen. Auch Lüftung, Beleuchtung, Brandschutz und Entwässerung sind früh zu berücksichtigen; die Anlage ist nach Landesbauordnung und Garagenverordnung genehmigungspflichtig.
Welche Alternative könnte ebenfalls passen?
Je nach Projektgröße, Grundriss, Stellplatzbedarf und Komfortanspruch kann auch eine andere Technologieklasse sinnvoll sein. Die folgenden Einstiege helfen bei der ersten Orientierung. Ein Vergleich innerhalb der MAX-Familie steht auf der Übersicht der halbautomatischen Parksysteme.