Doppelparker für mehr Stellplätze auf begrenzter Grundfläche
Wenn zusätzliche Stellplätze entstehen sollen, ohne mehr Grundfläche zu benötigen
In vielen Wohn- und Tiefgaragenprojekten muss innerhalb eines vorgegebenen Grundrisses eine höhere Zahl an Stellplätzen nachgewiesen werden, als die Fläche bei konventioneller Anordnung zulässt. Besonders bei knappem Grundstück, in bestehenden Garagen und bei wirtschaftlich geplanten Neubauten fehlt dafür der Platz in der Ebene.
Doppelparker nutzen stattdessen die verfügbare Höhe und schaffen zusätzliche Stellplätze über dem vorhandenen Grundriss. Für Projekte mit überschaubarem bis mittlerem Stellplatzbedarf entsteht so eine erprobte Lösung mit geringem Wartungsaufwand.
Was sind Doppelparker?
Doppelparker sind mechanische Parksysteme, die zwei oder mehr Fahrzeuge übereinander anordnen. Der Fahrer parkt das Fahrzeug selbst auf einer Plattform. Für die Nutzung eines Stellplatzes bewegt die Parklösung die Plattformen in die erforderliche Position.
Die Skala zeigt, wie sich der Parkvorgang zwischen Fahrer und Parklösung aufteilt:
Je nach Ausführung können die Stellplätze abhängig oder unabhängig genutzt werden. Beim unabhängigen Parken bleibt jedes Fahrzeug erreichbar, ohne dass zuvor ein anderes Fahrzeug umgeparkt werden muss. Unterschiede bestehen außerdem bei der Zahl der Parkebenen, der Plattformausführung, den möglichen Fahrzeughöhen und den baulichen Anforderungen.
Die Doppelparker sind in der Produktfamilie Swiss-Park Doppelparker zusammengefasst. Zur Familie gehören V2, S2.7, S2.8 und S3. Swiss-Park ist ein Unternehmen von Lödige Industries.
Legende:
Fahrer
Parklösung
Unsere Swiss-Park Doppelparker im Überblick
Die Auswahl richtet sich nach der Zahl der benötigten Stellplätze, dem gewünschten Zugriff auf jedes Fahrzeug, der verfügbaren Gebäudehöhe und der Möglichkeit, eine Grube herzustellen. V2 kommt ohne Grube aus, S2.7 erreicht unabhängiges Parken bei der geringsten Einbauhöhe, S2.8 arbeitet mit waagerechten Plattformen, S3 fügt eine dritte Parkebene hinzu.
Vorteile von Doppelparkern
Doppelparker nutzen die verfügbare Höhe, um zusätzliche Stellplätze innerhalb eines vorgegebenen Grundrisses zu schaffen. Unterschiedliche Ausführungen ermöglichen die Anpassung an Fahrzeuggrößen, verfügbare Gebäudehöhe und das gewünschte Nutzungskonzept.
Maximale Kapazität auf einen Blick
Doppelparker im Vergleich
V2, S2.7, S2.8 und S3 unterscheiden sich in Komfort, Stellplatzkapazität und baulichen Anforderungen. Hier finden Sie die wichtigsten Unterschiede für die erste Projekteinordnung.
Nutzerkomfort
Wie komfortabel ein Doppelparker im Alltag genutzt werden kann, hängt vor allem vom Parkprinzip, dem direkten Zugriff auf das Fahrzeug und der Ausführung der Plattformen ab. Die Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen V2, S2.7, S2.8 und S3.
| Kriterium | V2 | S2.7 | S2.8 | S3 |
|---|---|---|---|---|
| Parkprinzip | abhängig | unabhängig | unabhängig | unabhängig |
| Zugriff auf das Fahrzeug | unteres Fahrzeug muss vor dem Absenken ausgeparkt werden | direkt möglich | direkt möglich | direkt möglich |
| Plattformausführung | eine Plattform, unterer Stellplatz auf der Bodenplatte | geneigte Plattformen | waagerechte Plattformen | waagerechte Plattformen |
| Nutzung bei wechselnden Fahrern | standardmäßig fester Nutzerkreis | häufige Nutzung des oberen Stellplatzes erfordert bauliche Anpassung | häufige Nutzung des oberen Stellplatzes erfordert bauliche Anpassung | häufige Nutzung des oberen Stellplatzes erfordert bauliche Anpassung |
| Befahren der Stellplätze | waagerecht | oberer Stellplatz mit rund 2° Steigung, unterer mit rund 8° Neigung | waagerecht auf beiden Parkebenen | waagerecht auf allen drei Parkebenen |
Stellplatzkapazität
Wie viele Fahrzeuge mit einem Doppelparker organisiert werden können, hängt von der Anzahl der Parkebenen sowie von der Ausführung als Einzel- oder Doppelplattform ab. Die Übersicht zeigt, welche Kapazitäten V2, S2.7, S2.8 und S3 ermöglichen.
| Kriterium | V2 | S2.7 | S2.8 | S3 |
|---|---|---|---|---|
| Parkebenen | 2 | 2 | 2 | 3 |
| Stellplätze je Einzelplattform | 2 | 2 | 2 | 3 |
| Stellplätze je Doppelplattform | – | 4 | 4 | 6 |
| Standardlast je Stellplatz | 2.000 kg | 2.000 kg | 2.000 kg | 2.000 kg |
| Verstärkte Ausführung | bis 2.600 kg | bis 2.600 kg | bis 2.600 kg | bis 2.500 kg |
| Fahrzeuglänge | bis 5,20 m | bis 5,20 m | bis 5,20 m | bis 5,20 m |
| Fahrzeughöhe | bis 2,00 m | bis 2,10 m | bis 2,10 m | bis 2,10 m |
Gebäude und Planung
Welche Doppelparker-Lösung sich integrieren lässt, hängt vor allem von der verfügbaren Etagenhöhe, einer möglichen Grube, den vorgesehenen Fahrzeugen und den baulichen Voraussetzungen ab.
| Kriterium | V2 | S2.7 | S2.8 | S3 |
|---|---|---|---|---|
| Kleinste verfügbare Einbauhöhe* | ab 3,20 m | ab 2,90 m | ab 3,20 m | ab 4,80 m |
| Grube | nicht erforderlich | erforderlich | erforderlich | erforderlich |
| Fahrzeughöhen | bis 2,00 m | bis 2,10 m | bis 2,10 m | bis 2,10 m |
| Plattformausführung | eine Plattform, unterer Stellplatz auf der Bodenplatte | geneigte Plattformen | waagerechte Plattformen | drei waagerechte Parkebenen |
| Neubau | früh mit Stellplatzzuordnung und Etagenhöhe abstimmen | kompakte Einbauhöhe bei entsprechender Grubenplanung | Etagenhöhe und Grube auf die vorgesehenen Fahrzeuge auslegen | drei Parkebenen frühzeitig in Gebäude- und Grubenplanung einbinden |
| Bestandsgebäude | besonders relevant, wenn keine Grube hergestellt werden kann | projektabhängig; Etagenhöhe und Möglichkeit einer Grube prüfen | projektabhängig; Etagenhöhe und Möglichkeit einer Grube prüfen | projektabhängig; ausreichende Etagenhöhe und Grube müssen vorhanden oder realisierbar sein |
| Planungsfokus | Stellplatzzuordnung, Zufahrt und Fahrzeughöhen | Etagenhöhe, Grube und Fahrzeughöhen | Etagenhöhe, Grube und komfortable Plattformausführung | Etagenhöhe, Grube und höhere Stellplatzkapazität |
* Die Werte zeigen die kleinsten verfügbaren Varianten. Die tatsächlich erforderliche Einbauhöhe richtet sich nach den vorgesehenen Fahrzeughöhen, der gewählten Ausführung und den baulichen Rahmenbedingungen des Projekts.
Entscheidungshilfe
Je nach Projektanforderung können mehrere Parklösungen infrage kommen. Die Übersicht zeigt, welche Systeme für typische Planungssituationen besonders relevant sind und welche Alternativen zusätzlich geprüft werden sollten.
| Wenn Sie für Ihr Projekt … | Besonders passend | Ebenfalls prüfen |
|---|---|---|
| zwei Fahrzeuge einfach und wirtschaftlich übereinander parken müssen | Doppelparker V2 | Doppelparker S2.7 |
| jedes Fahrzeug jederzeit ohne Umparken erreichen müssen | Doppelparker S2.7 | Doppelparker S2.8, Doppelparker S3 |
| höhere Fahrzeuge komfortabel auf waagerechten Plattformen parken müssen | Doppelparker S2.8 | Doppelparker S3 |
| drei Fahrzeuge übereinander oder bis zu sechs Stellplätze in einer Anlage organisieren müssen | Doppelparker S3 | Halbautomatisches Parksystem MAX |
| mehrere Stellplätze innerhalb eines begrenzten Garagengrundrisses organisieren müssen | Halbautomatisches Parksystem MAX | Doppelparker S3, Vollautomatisches Parksystem RESPACE |
| auf begrenzter Grundfläche eine möglichst hohe Stellplatzanzahl erreichen müssen | Vollautomatisches Parksystem RESPACE | Halbautomatisches Parksystem MAX |
| eine Parkebene ohne lange Zufahrtsrampe erschließen müssen | Autoaufzug | Vollautomatisches Parksystem RESPACE, abhängig vom Gesamtkonzept |
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Lodige-PRI-BR-2026-226-S2-8-DB-DE.pdf
Alles aus einer Hand – von der Planung bis zur Modernisierung
Lödige begleitet Ihr Projekt über den gesamten Lebenszyklus – von der systemunabhängigen Planung und Umsetzung bis zu Service und Modernisierung.
Der passende Doppelparker für Ihr Projekt
Lödige bewertet die baulichen Rahmenbedingungen, den Stellplatzbedarf und die vorgesehenen Fahrzeuge, um den passenden Doppelparker und seine Auslegung zu bestimmen. Berücksichtigt werden unter anderem die verfügbare Gruben- und Gebäudehöhe, Plattformbreite und Tragfähigkeit, Fahrzeugabmessungen, Zufahrt sowie die gewünschte unabhängige oder abhängige Nutzung der Stellplätze.
Soll zusätzlich zur Stellplatzverdichtung ein Transport zwischen Gebäudeebenen ermöglicht werden, bezieht die Planung mögliche Kombinationen mit Autoaufzügen und weiteren Parksystemen ein. Bei Bestandsprojekten können zudem vorhandene Anlagen anderer Hersteller bewertet und in ein Modernisierungs- oder übergreifendes Parkraumkonzept integriert werden.
Doppelparker langfristig zuverlässig betreiben
Regelmäßige Wartung, schnelle Unterstützung im Servicefall und eine verlässliche Ersatzteilversorgung tragen zur langfristigen Verfügbarkeit und zum Werterhalt des Doppelparkers bei. Lödige betreut eigene und fremde Anlagen und unterstützt Betreiber, wenn sich technische Anforderungen, Fahrzeuggrößen oder die Nutzung der Stellplätze verändern.
Modernisierungen können unter anderem Steuerung, Hydraulik, Bedienelemente, Plattformen und Sicherheitseinrichtungen umfassen und den langfristigen Weiterbetrieb bestehender Anlagen sichern. Dafür wird der technische Zustand des Doppelparkers bewertet – auch bei Systemen anderer Hersteller – und daraus ein auf die Anlage und ihre Nutzung abgestimmtes Modernisierungskonzept entwickelt.
Welcher Doppelparker passt zu Ihrem Projekt?
Senden Sie uns die wichtigsten Eckdaten zu Ihrem Vorhaben. Unsere Experten prüfen, welche Doppelparker-Ausführung oder alternative Parklösung für Ihre Anforderungen infrage kommt.
Häufige Fragen zu Doppelparkern
Ein Doppelparker ist ein mechanisches Parksystem, das Fahrzeuge übereinander anordnet und so zusätzliche Stellplätze auf begrenzter Grundfläche schafft. Je nach Ausführung entstehen zwei oder drei Parkebenen. Der Fahrer parkt das Fahrzeug selbst auf einer Plattform, die anschließend in die erforderliche Position bewegt wird.
Beim abhängigen Parken muss ein anderes Fahrzeug gegebenenfalls zuerst ausgeparkt werden, bevor ein Stellplatz genutzt werden kann. Beim unabhängigen Parken bleibt jedes Fahrzeug ohne vorheriges Umparken erreichbar. V2 ist für abhängiges Parken ausgelegt, S2.7, S2.8 und S3 ermöglichen unabhängiges Parken.
S2.7 ist besonders relevant, wenn unabhängiges Parken erforderlich ist und die verfügbare Etagenhöhe möglichst kompakt bleiben soll. Die geneigten Plattformen ermöglichen eine kleinere Einbauhöhe als bei Systemen mit waagerechten Plattformen. Die kompakteste Variante beginnt bei 2.900 mm.
S2.8 ist für Projekte interessant, in denen unabhängiges Parken mit waagerechten Plattformen kombiniert werden soll. Dadurch können beide Parkebenen komfortabel befahren werden. S3 bietet ebenfalls waagerechte Parkebenen und erweitert die Lösung auf drei übereinanderliegende Stellplätze.
Je nach Produkt und Plattformausführung können zwei bis sechs Fahrzeuge organisiert werden. V2 bietet zwei Stellplätze, S2.7 und S2.8 ermöglichen mit Doppelplattformen bis zu vier Stellplätze. S3 schafft drei Parkebenen und mit Doppelplattformen bis zu sechs Stellplätze je Anlage.
Nein. V2 kann ohne Grube ausgeführt werden und ist deshalb auch für Projekte relevant, in denen ein Eingriff in die Bodenplatte vermieden werden soll. S2.7, S2.8 und S3 benötigen dagegen eine Grube. Deren Tiefe richtet sich nach der gewählten Variante und den vorgesehenen Fahrzeughöhen.
Eine Nachrüstung ist grundsätzlich möglich, muss jedoch projektspezifisch geprüft werden. Entscheidend sind insbesondere die verfügbare Etagenhöhe, eine mögliche Grube, die Boden- und Wandkonstruktion, die Zufahrt sowie die vorgesehenen Fahrzeuge. V2 kann bei Bestandsprojekten besonders relevant sein, wenn keine Grube hergestellt werden kann.
Ja. Für S2.8 und S3 stehen eigene Outdoor-Ausführungen zur Verfügung. Bei der Planung müssen unter anderem Witterungseinflüsse, Schneelasten, Entwässerung, Abschrankungen und die lokalen baulichen Anforderungen berücksichtigt werden.
Die möglichen Fahrzeugabmessungen hängen vom Produkt und der gewählten Variante ab. Die Systeme sind für Fahrzeuglängen bis 5,20 m ausgelegt. Je nach Produkt sind Fahrzeughöhen bis 2,00 m beziehungsweise bis 2,10 m und verstärkte Ausführungen für höhere Fahrzeuggewichte möglich.
Wenn mehrere Stellplätze innerhalb eines größeren Garagengrundrisses organisiert werden sollen, können halbautomatische MAX-Systeme sinnvoll sein. Für eine möglichst hohe Stellplatzanzahl und vollautomatische Fahrzeuglagerung kommen RESPACE-Systeme infrage. Soll vor allem eine lange Zufahrtsrampe ersetzt werden, ist ein Autoaufzug zu prüfen.